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Newsletter 1. November 2020

Liebe Kolleginnen, 

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heute wurde von der Landesregierung die Ersatzverkündung der Landesverordnung zur Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2 beschlossen und vor wenigen Stunden veröffentlicht. 
Demnach dürfen Gesundheits- und Heilberufe auch weiterhin ihrer Tätigkeit nachgehen, besondere Regelungen sind nicht notwendig. Vorgaben zur Durchführung von Kursen ergeben sich aus den bereits bestehenden Regularien. Hebammen werden auch nach wie vor unter §19 der Kritischen Infrastruktur zugeordnet. Im Klartext bedeutet dies, dass Hebammen auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes einen Rechtsanspruch auf eine Notbetreuung für Kinder geltend machen können, um weiter ihrer Arbeit nachgehen zu können.
 
Aus der Landesverordnung ergibt sich im Einzelnen:
Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse gelten als Veranstaltungen im Sinne von §5 der Landesverordnung und werden im sogenannten “öffentlichen Raum“ durchgeführt. Der öffentliche Raum umfasst alle Orte, die nicht zum privaten Raum gehören. Entsprechend sind das also diejenigen Orte, die für die Allgemeinheit geöffnet oder zugänglich sind, unabhängig davon, ob sich der Ort im Freien oder in geschlossenen Räumen befindet. 
Voraussetzung für eine Teilnahme von mehr als 10 Personen an einem Kurs, ist die Zuordnung von festen Sitzplätzen. Diese dürfen höchstens kurzfristig verlassen werden. Es muss jederzeit gewährleistet sein, dass die einzelnen Teilnehmerinnen das Abstandsgebot einhalten können. Die Teilnehmerzahl ist also auch abhängig von den räumlichen Kapazitäten.
Das Abstandsgebot gilt nicht, wenn geeignete physische Barrieren vorhanden sind, z.B. Plexiglasscheiben, die in Länge, Breite und Höhe derart dimensioniert sind, dass eine Tröpfchenübertragung zwischen Personen vermieden wird. Die Innenräume müssen regelmäßig gelüftet werden und die Teilnehmer müssen MNS tragen, sobald sie ihren zugewiesenen Platz verlassen. Durchsichtige Schutzvorkehrungen aus Kunststoff (face-shields) reichen im Sinne der Vorschrift nicht aus.
Nach wie vor  ist auch ein Hygienekonzept vorzuhalten.
Bitte beachten Sie, die Gesundheitsämter der Kreise und kreisfreien Städte die Durchführung von Kursen im Einzelfall beschränken, mit Auflagen versehen oder gänzlich untersagen können. Gleiches gilt für die Durchführung von Kursen in Räumlichkeiten von Krankenhäusern. Das Ergreifen entsprechender Maßnahmen, um eine Ausbreitung der Infektionen zu verhindern, liegt in der Zuständigkeit der jeweiligen Krankenhausträger.
 
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an das örtliche Gesundheitsamt. Auch wenn sich die Mitarbeiter vielerorts noch immer nicht für die Angelegenheit von Hebammen zuständig fühlen, so sind sie dennoch unsere Ansprechpartner.
 
Bleiben Sie gesund.
Herzlichst, Ihre Anke Bertram

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     + +   Zusammenfassung + +   

  • Hebammen werden weiterhin der "Kritischen Infrastruktur zugeordnet
  • Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse gelten als Veranstaltungen im Sinne von §5 der Landesverordnung und können weiterhin stattfinden
  • Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse finden im sogenannten "öffentlichen Raum "statt
  • die Teilnehmerzahl in den Kursen ist abhängig von den räumlichen Kapazitäten, d.h.
    • Abstandsregeln müssen eingehalten werden
    • feste Sitzplätze sind zuzuordnen und einzuhalten
    • Hygienekonzepte müssen vorliegen
  • die Gesundheitsbehörden in den Kreisen und kreisfreien Städten können weitergehende Maßnahmen veranlassen.
  • die örtlichen Gesundheitsämter sind Ansprechpartner für weitere Fragen


 

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Verlängerung der Sondervereinbarungen 

Die  Möglichkeit der Leistungserbringung mit Hilfe digitaler Medien ist  bis zum  
31. März 2021 möglich
 

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Impressum:
Hebammenverband Schleswig-Holstein e.V.
Jap-Peter-Hansen-Wai 2,
25980 Westerland.

 

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